2005

Umwelt-AG

Der Förderpreis ging 2005 an die Umwelt-AG der Ernst-Reuter-Schule 1. Diese Arbeitsgruppe hat an drei „Ecken“ in der Schule angepackt: beim Müll, beim Stromverbrauch und beim Raumklima.
Bei der Müllentsorgung hat die AG ein System etabliert, mit dem der Müll sowohl in den Klassen- und Fachräumen als auch in den Fluren getrennt gesammelt wird und wöchentlich von der Schülerschaft entsorgt wird. „Durch die Mülltrennung,“ so schreiben die Mitglieder der AG in ihrem Antrag, “ ist uns bewusst geworden, dass weniger als die Hälfte des gesammelten Mülls aus Restmüll besteht. Für die Zukunft bedeutet das, dass wir Kosten durch die Reduzierung des Restmülls sparen und für sinnvolle Projekte einsetzen können.“ Ihr Ziel ist es, mit der begonnenen Müllentsorgung eine Tradition zu schaffen, die weitere „SchülerInnen-Generationen“ übernehmen werden.

Zur Reduzierung des Stromverbrauchs hat die AG ein einfaches Mittel eingesetzt: In allen Räumen der Schule wurden die Lichtschalter beschriftet, um unnötiges Ein- und Ausschalten zu vermeiden. Da für das Einschalten einer Lampe ebenso viel Energie verbraucht wird wie für 20-minütiges Leuchten, betreibt die AG eine Erziehung zu gezieltem Ein- und Ausschalten der Lampen. Auch hier spart die Schule Betriebskosten, die an anderer Stelle für sinnvollere Zwecke genutzt werden könnten.

Der dritte Aspekt war die Verbesserung des Raumklimas in einzelnen Räumen der Schule. Im Physik-Fachraum sorgen seit einiger Zeit Papyruspflanzen in Aquarien mit Tonsteinen für ein spürbar besseres Klima, was durch Messungen des erhöhten Luftfeuchtigkeitsgrades nachgewiesen werden konnte. Damit wirken die Pflanzen einer niedrigen Luftfeuchtigkeit vor allem in der Heizperiode entgegen. In Zukunft soll dieses Projekt auf weitere Räume der Schule ausgeweitet werden.

Die Umwelt-AG hat durch ihre Arbeit und ihr Engagement zur Verankerung eines Umweltbewusstseins an der ERS 1 beigetragen, dafür erhält sie den Förderpreis 2005.