2007

Demokratiewerkstatt

Der Förderpreis wurde 2007 an Mozgan Satar, Linnea Heinzmann und Rebecca Seeger verliehen für den Aufbau einer Demokratie-Werkstatt an der Schule. Idee und Konzept kommen vom Büdinger Kreis, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, mehr Erfahrung mit Demokratie in Schulen hineinzubringen und der Schüler darin unterstützt, das in Eigenregie zu tun.
Die ausgezeichneten jungen Frauen haben die Idee aufgenommen und realisiert. Sie schreiben in einem Artikel dazu: „ ……wir uns zur Teilnahme an der Demokratiewerkstatt entschieden haben, ist, dass wir darin eine gute Möglichkeit sahen, uns an unserer Schule zu engagieren und et was zu verändern. Am Wichtigsten dabei ist uns das Aufzeigen der Wichtigkeit von Respekt und Toleranz. Besonders in der Kommunikation und der interkulturellen Verständigung.“

Sie gründete die Demokratie-Werkstatt an der ERS 1 und luden ihre Mitschüler ein, relevanten und brisanten Themen schulöffentlich zu diskutieren. In diesem Rahmen gab es 2007 zwei Veranstaltungen, die jeweils von mehr als 100 Schülern besucht waren
• „Zukunft der Arbeit“,
• „Selbstverwirklichung der Frau im Islam“.

Uns hat im Stiftungsbeirat die Initiative und der Mut der Schülerinnen überzeugt. Mutig fanden wir vor allem den Schwerpunkt der zweiten Veranstaltung, da ein nicht geringer Anteil der Schüler der ERS 1 dem Islam angehören und es zu erwarten war, dass es zu heißen Debatten um Werte und Rechte kommen würde.

Mozgan, Rebecca und Linnea schreiben in einem Artikel dazu: „ Uns war es bewusst, dass es ein sehr kritisches Thema sein wird, doch unser Ziel war es, dass die Schülerschaft offen mit dem Thema umgeht und ihre Meinung dazu äußert.“

Die Veranstaltung verlief heftig und sie verlangte von den 3 Initiatorinnen Mut und Stehvermögen – auch in der Zeit danach.
Das halten wir für Zivilcourage und zeichnen die drei Schülerinnen dafür mit dem Förderpreis 2007 der OGS aus.